Das Herz im Spiegel

Montag, August 28, 2006

Sprungfedern für frustrierte Hindernisläufer

Christine unterwegs auf einem Hindernislauf! Ja, genau so fühle ich mich. Meine Hürden sind: Zwanghafter Perfektionismus, mangelnde Selbstdisziplin, lähmende Panik, meine eigenen, viel zu hochgesteckten Erwartungen an mich und natürlich die bevorstehenden Prüfungen selbst. Und ich bin es so müde. Ja, ich bin es wirklich richtig leid. Und am aller meisten mich selbst. Seit mehr als einem Jahr kreisen meine Gedanken ständig um diesen ganzen Prüfungsmist. Als ob mein Leben davon abhinge! Ahhh... Ich hab' einfach keinen Bock mehr. Warum kann ich nicht einfach aus meiner Persönlichkeit rausschlüpfen, so wie man abgetragene Kleidung problemlos abstreift? Warum kann ich nicht einfach alles locker sehen? Aber nein, irgendetwas in mir – Vielleicht mein Hang zur Selbstzerstörung? – zieht es vor, sich mies zu fühlen, wenn ich Andreas mittags mal wieder Dosenravioli serviere, wenn die Wäsche noch einen Tag länger darauf warten muss, gebügelt zu werden oder wenn ich meinem persönlichen Lernplan nicht gerecht werde (Nicht, dass ich das jemals würde!). Ich bin es einfach leid, ich selbst zu sein. ICH - mit all diesen ätzenden, idiotischen Macken, die einer Zwangsneurose gleichen (Oder sind?!) und die mir (und dummerweise auch anderen) das Leben unnötig schwer machen. Aber bedauerlicherweise gibt es bei einem Hindernislauf keinen (legalen) Weg um die Hürden herum, sondern immer nur darüber. Und ich entdecke immer mehr, dass ich einfach viel zu klein bin, um all diese Hindernisse überwinden zu können – von elegant springen mal ganz zu schweigen! Und jetzt? Werde ich aufgrund chronischer Unsportlichkeit aus dem Rennen disqualifiziert? Nein! Und zwar weil Gott größer ist als ich und weil er seine ganz eigenen Methoden hat...

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Wie gut, dass Gott mich nicht mit mir alleine lässt, und dass er es heute geschafft hat, mir mit einem humorvollem Cartoon und einer unglaublich tollen Zusage wieder Mut zu machen. Ich sollte einfach viel mehr mit IHM rechnen!


Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!

(Psalm 18, 30)

Sonntag, August 27, 2006

Kinderlogik zum Schmunzeln

Kindermund tut Wahrheit kund! Ob das immer stimmt? Sicher ist jedenfalls, dass unsere kleinen Erdenbürger einen faszinierenden, einmaligen Blickwinkel haben und das Schönste ist, dass sie einfach sagen, was sie denken.
Ich habe heute eine E-Mail mit total pfiffigen Kinderprüchen von einer Freundin geschickt bekommen, die mich echt zum Schmunzeln gebracht haben. Dabei habe ich mal wieder einmal mehr festgestellt, dass Kinder eine absolut grandiose Erfindung unseres Schöpfers sind!

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  • Meine Mama ist echt schön, man sieht immer noch, dass sie mal jung war.
  • Meine Mama kauft nur von freilaufenden Bauern.
  • Zum Federvieh gehören alle Lebewesen mit Federn: Hühner, Gänse, Enten, Vögel und Indianer.
  • Man soll bei offenem Fenster schlafen, weil Atmen so gesund ist.
  • Beim Schnitzel muss man zuerst das Fleisch tot klopfen.
  • Am liebsten ess’ ich Milchreis mit Apfelkompost.
  • Mineralwasser ohne Kohlensäure mag ich nicht, das ist mir zu flüssig.
  • Meine Mama hat ein Baby im Bauch, aber ich weiß nicht wie sie das runtergeschluckt hat.
  • Mit Müttern schimpft man nicht, die sind nämlich nützlich!
  • Wenn wir den Papa nicht hätten, müssten wir alle Essensreste wegschmeißen.
  • Das trojanische Pferd war nur außen ein Pferd. Innen war es ein Wohnmobil.
  • Bei der Liebe wird man von einem Pfeil getroffen. Alles was danach kommt, sollte aber nicht mehr weh tun!
  • Im Sommer darf ich immer kurzärmelige Hosen tragen.
  • Oma ist so dick, weil sie so voller Liebe steckt.
  • Wenn Oma Zahnschmerzen hat, legt sie ihre Zähne einfach ins Glas.
  • Mein Opa ist am Kopf barfuß.
  • Man soll nicht töten, denn sonst tötet auch mal jemand zurück!
  • Das Schönste am Winter ist das Schneeballschlachten!
  • Die Polizei hat auch Hubschrauber, falls im Himmel mal was passiert.

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Ich liebe die KINDER, weil sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer PHANTASIE sehen.

(Theodor Storm)

Donnerstag, August 24, 2006

Schepperlinge - Das große Fressen in Omas guter Stube

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Ich kam heute mal wieder in den absoluten Hochgenuss der Hauber'schen Küche, besser gesagt den Kochkünsten von Andreas Oma. Das Menü bestand aus einer Verbindung von rohen, geriebenen Kartoffeln, Mehl, Eier, Milch, Hefe (= Eckel'sche Abweichung vom Original), Salz und Suppenwürze. Das klingt jetzt vielleicht nicht sonderlich appetitlich. Aber wenn der Teig aus einer 10 Liter Schüssel (Und sie war gerappel voll!) auf ein erhitztes, mit Speck eingeriebenes Klitscheisen trifft, wird ein zukünftiges Gaumenvergnügen geboren. Und wenn es dann schließlich auf dem Teller landet (Am besten möglichst "medium"!), man es mit Butter bestreicht und aufrollt, dann hat man es mit einem waschechten "Schepperling" zu tun, dem Nationalgericht - bzw. Nationalstolz - der Hauber'schen. (Bezeichnungen wie etwa "Kartoffelpuffer" oder "Reibeplätzchen" gelten unter den Einheimischen als absoluter Hochverrat und werden unter der Kategorie "Persönliche Beleidigung" abgebucht!) Und weil die so unnachahmlich gut sind, pilgert die gesamte Famile Eckel im Akkord in Oms gute Stube und verzehrt einen Schepperling nach dem nächsten. Dabei werden die Schepperlingsessgewohnheiten eingeheirateter Familienmitglieder debattiert: Da gibt es mutierte Varianten mit Tomaten, Zucker oder Marmelade. Ich persönlich bevorzuge die Verwendung von Messer und Gabel, was ebenfalls anti-traditionell ist. Aber Friedrichshäuser waren eben schon immer kultivierter! *ganzfrechgrins*

Dienstag, August 22, 2006

Unplugged!

Wie betätigt man das Telefon, den Computer, den Toaster, den Wasserkocher, das Fernsehen, die Waschmaschine, die Stereoanlage, ein Handy mit leerem Akku OHNE STROM? - Gar nicht! Bei uns wurde gestern und heute für kurze Zeit die Stromzufuhr gekappt. Das war eine äußerst interessante Erfahrung, da mir völlig entfallen war, dass unser Lebensstil ein "Stromjunkee" ist. Tja, Strom ist wie Gesundheit: Man weiß beides erst zu schätzen, wenn sie nicht mehr da sind.
Hab' also die stromlose "Zwangspause" vor meinem Aquarium verbracht (Leider ohne Tee!) und meine Fische beobachtet, die - verwirrt vom Ausfall der Pumpe - aufgeregt umher schwammen (Ohne Strom keine Strömung!). Dabei hab' ich ein bisschen mit Gott geplaudert und war froh, dass ich dazu nicht online gehen musste. Und so wurde aus der Zwangspause eine kleine Auszeit zum Aufatmen. :-)

Und der Herr gab ihnen Ruhe ringsumher.
(Josua 21, 44)

Sonntag, August 20, 2006

Urlaubsgrüße à la Chrissi


Urlaubsgrüße aus dem spanischen Städtchen Calpe - Wäre schön gewesen...
Bevor mein Schwager Chrissi für zwei Wochen nach Spanien verreiste (Ich wär' ja sooo gerne mitgefahren... *heul*), forderte ich ihn (relativ unauffällig) dazu auf, uns ein paar Urlaubsgrüße per Postkarte zu schicken. Tja, seit gestern Abend ist er wieder in Haubern angekommen, aber in unserem erwartungsfrohen Briefkasten herrschte immer noch gähnende Leere.
Hm, war Christian schreibfaul? Hat er uns vergessen? Oder dauert es einfach nur so lange bis die spanischen Briefträger zur deutschen Grenze gelaufen sind? Wie auch immer! Jedenfalls hat sich Chrissi - irgendwann heute Morgen und weit weg von Spanien - unserem Anliegen doch noch gewidmet. Denn als wir heute pünktlich zum Mittagessen bei ihm zu Hause eintrafen, drückte er uns eine original spanische Urlaubspostkarte mit Bildern von der Costa Blanca in die Hand:

Moin Langer und Kurzes :-)
Urlaub war super!
Nähere Infos können ab heute bei mir abgeholt werden.
Ganz liebe Grüße,
Chrissi

Ebenfalls erwähnenswert ist die angegebene Adresse:
An
ACE
Großraum Marburg
Germany

Damit wäre mein Bedürfnis nach Post wohl gestillt. Jetzt beschäftigt mich allerdings die Frage, was eigentlich schlimmer ist: Dass mein Schwager mich als "kurz" betrachtet oder dass er nicht weiß, wo wir wohnen?

Samstag, August 19, 2006

Materie zum Pauken

Endlich! Soeben ist eine lang ersehnte E-mail von meiner Dozentin angekommen. Darin hat sie meine letzten noch offen stehenden Themenvorschläge für die Examensprüfung abgesegnet. Das heißt, meine Themen für die Prüfungen stehen jetzt vollständig (und endgültig) fest. Kleine Auflistung gefällig?

Deutsch

  • Deutsche Kurzgeschichten der Nachkriegszeit (Borchert)
  • Das Volksmärchen: Eine vergleichende Struktur- und Stilanalyse von "Dornröschen" (Basile, Perrault, Grimm)
  • Erzähltheorie / Erzähltextanalyse
  • Semiotik / Zeichentheorie
  • Textlinguistik
  • sprachliches Handeln
  • Lyrik für Kinder
  • Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
Mathematik

  • Natürliche Zahlen
  • Didaktik der Grundschulmathematik
  • Sachrechnen
ev. Religion

  • Elementare Bibeltexte
  • Gleichnisse im Religionsunterricht
Soziologie

  • Kommunikation
  • Krisen und Konflikte in Paarbeziehungen
Psychologie

  • Gedächtnis / kognitives Lernen / Informationsverarbeitung
  • Denken und Problemlösen / Intelligenz
  • Schülerbeurteilung
Allgemeine Didaktik der Grundschule

  • Schuleingangsphase / Anfangsunterricht
  • Zensuren
  • Offener Unterricht

Ob ich das wohl alles in meinen Kopf kriege?

Freitag, August 18, 2006

Das Ende einer lang(beinig)en Freundschaft oder warum Saftgläser die beste Verteidigungsstrategie sind

Gibt es etwas schlimmeres als ein Gliederfüßler mit 4 Mundwerkzeugen, 8 haarigen Gangbeinen und 4 Paar Punktaugen??? Ja! Und zwar ein Gliederfüßler mit 4 Mundwerkzeugen, 8 haarigen Gangbeinen und 4 Paar Punktaugen (plus einem super fetten Körper, der all diese Details zusammenhält!) IN UNSEREM FLUR!!! Zum Glück habe ich eine sehr ausgereifte Methode entwickelt, wie man dieses langbeinige Problem lösen kann: "Äääändyyyyyy!" Funktioniert fast immer. Es sei denn, mein mutiger (leider viel zu oft spottender) Retter hat Spätschicht... So wie heute! Hab' mich also notwendigerweise selbst an das bedrohliche Übel herangepirscht und ein Glas darüber gestülpt. Dann bin ich getürmt.
Ja, ich weiß, ich mache meinem Geschlecht mal wieder alle Ehre. Aber eins muss man mir lassen: Ich war nicht immer ein praktizierender Spinnenfeind! Wirklich! Früher fand ich Spinnen richtig faszinierend. Hab' sie sogar hinter unserem Haus aufgesucht (!) und meinen Arm hoch krabbeln lassen. Meine Cousine behauptet, ich hätte sogar mehrfach den Wunsch geäußert, diese Tierchen mögen in meinen Haaren ihre Netze weben (Meinen Hang zum Extremen habe ich also auch nicht erst seit gestern!). Na ja, jedenfalls dachten meine Eltern, es sei pädagogisch wertvoll, mir ein Buch zu schenken, in dem Spinnen tausendfach vergrößert abgebildet sind. So von wegen "Interessen der Kinder fördern" und so. Es hat sich allerdings herausgestelllt, dass es keine gute Idee war. Hab' heut noch das Bedürfnis mich heulend in die Ecke zu drücken, wenn ich an die acht Augen denke, die mich aus dem Buch heraus anstarrten. Und erst mal die riesigen Giftdrüsen...
Hab' mit den Spinnen dann endgültig Schluss gemacht, als mir mein großer Cousin - dem ich alles gelaubt habe! - erzählt hat, dass es Spinnen gäbe, die so groß sind wie eine Tür und die Netze spinnen, in denen Menschen hängen bleiben. An den darauffolgenden Albtraum kann ich mich heute noch erinnern.
Zurück zur Spinne unter'm Saftglas: Zum Glück ist auch Ändys Spätschicht mal zu Ende. Denn netterweise hat sich mein persönlicher Spiderman den zwei völlig verängstigten Wesen in seiner Wohnung (Spinne & ich) angenommen. Kurz bevor er das bereits bestehende Spinnenproblem beseitigt hatte, konnte er es sich allerdings nicht verkneifen, mich mit der Mama des besagten Gliederfüßlers bekannt zu machen, die dick und fett im Hausflur saß. Hab' irgendwie das starke Gefühl, dass Andreas mein Spinnentrauma nicht ernst nimmt...

Dienstag, August 15, 2006

Kommunikation ohne Kabelsalat

Es gibt doch diese Gerücht, dass Frauen zwei (Oder waren es mehr?) Dinge gleichzeitig machen können. Das hat mich bis jetzt immer etwas beunruhigt, denn obwohl ich zur Gattung der weiblichen Homo sapiens zähle, hat sich diese betont feminine Eigenschaft bislang noch nicht bei mir bemerkbar gemacht. Ich habe mich also immer gefragt, wie andere Frauen das zustande bringen...
Aber seit heute beherrsche ich dieses Zwei-Dinge-parallel-laufen-lassen-Geheimnis auch. Es ist sehr leicht durchführbar: Baden UND telefonieren; auf dem Sofa liegen UND telefonieren; mir einen Tee machen UND telefonieren; im Büro Unterlagen suchen UND telefonieren... Da gibt es nahezu unbegrenzete Möglichkeiten! Diese vielseitigen Tätigkeitskombinationen sind eine absolut akzeptable Alternative zu "telefonieren und sonst nichts". Einfach herrlich! Und das alles habe ich nur unserem neuen Philips DECT 525 zu verdanken, denn auch wir haben unser Telefon jetzt endlich von der Leine gelassen. Also, ein Hoch auf die schnurlosen Kommunikationsmedien, die nach längerem Warten auch im Hause Eckel Einzug gehalten haben!
Was allerdings noch nicht funktioniert: Im Internet surfen UND telefonieren! :-( Ist eine echte Schwachstelle. Aber, I have a dream: DSL für alle! (Auch für Simtshäuser!)

Montag, August 14, 2006

Der Countdown läuft...

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Nur noch 36 Tage bis zu meiner ersten Prüfung... 35, 34, 33... *schluck*
Ich habe heute den ersten Termin (NUR den ersten!) für meine Abschlussprüfungen im Prüfungsamt abgeholt. Der Startschuss ins Examen beginnt mit einer Deutschklausur: Dienstag, 19. September, 9°° bis 13°° Uhr, Hörsaal A2! Obwohl ich mir die ganze Zeit gewünscht habe, endlich definitiv zu wissen, wann es mit den Prüfungen los geht, fühle ich mich jetzt ganz kribbelig. Kaum zu glauben, aber es wird ernst!!!
Dummerweise erfahre ich frühstens Mitte September, zu welchem Zeitpunkt die sieben anderen (mündlichen) Prüfungen stattfinden. Also, ungefähr acht Tage, bevor diese Prüfungen anlaufen! Könnte echt einen ausgewachsenen Wutanfall auf unser Prüfungsamt bekommen (Bezüglich dieses Anliegens wurde extra ein Club gegründet!). Die rücken die Termine nicht raus. Hab' immer noch keine Ahnung, welches Fach überhaupt zuerst dran ist... Das ist ein zusätzlicher (völlig unnötiger) Stressfaktor, der eine effektive Zeitplanung in der Lernphase nahezu unmöglich macht. Reine Schikane! Tja, aber das ganze Geschimpfe hilft nichts! Davon dehnt sich weder die Zeit, noch wird davon der Papier- und Bücherberg auf meinem Schreibtisch kleiner. Also, wie lautet der landläufige Ratschlag für solche Fälle: Schritt für Schritt! Ja, aber wie denn, wenn sich meine Beine wie Pudding anfühlen???

Sei fern von Bedrängnis,
denn du brauchst dich nicht zu fürchten,
und von Schrecken,
denn er wird sich dir nicht nähern!
(Jesaja 54, 14)

Wow! Dieser Vers fiel mir gerade wieder ein! Er war vor etwa einem Jahr in den Losungen, an dem Tag, an dem der Countdown meiner Examensarbeit zu laufen begann. War irgendwie eine ganz ähnliche Situation. Als ich den Spruch entdeckte, bekam ich eine wunderbar befreiende Ahnung davon, dass alles gut werden wird. Denn wenn Gott zu mir sagt, dass ich keine Angst haben muss, dann wird er doch dafür seine Gründe haben, oder?!

Freitag, August 11, 2006

Von Lügen, Fußmassagen und Mückenstichen

  • Du bist mir etwas schuldig!
  • Du musst alle meine Bedürfnisse erfüllen!
  • Wenn es mit uns so schwierig ist, passen wir wohl nicht zusammen!
  • Ich sollte mich nicht verändern müssen!
  • Du solltest sein wie ich!
Alles nur gelogen!!! Diese Thesen haben wir heute Abend in unserem "Ehepaarkreis" als (Ehe-)Lügen entlarvt. Es ist wirklich unglaublich, aber ich habe mich echt dabei ertappt, dass ich hin und wieder völlig davon überzeugt bin, dass diese Lügen die Wahrheit sind. Irgendetwas in mir lebt in der wahnwitzigen Auffassung, dass Andreas Hauptaufgabe und Lebenssinn darin bestehen, mich glücklich zu machen. Tja, fatal vertan!
Als ich geheiratet habe, da hatte ich eine vage Ahnung davon, dass es nicht immer leicht sein würde, verheiratet zu sein. Mein Realitätssinn war mir also nicht völlig abhanden gekommen. Allerdings dachte ich, dass Schwierigkeiten in einer Ehe etwa so störend sind, wie ein Mückenstich im Urlaub. Ein kleines Jucken am Ellenbogen, während ich in der Sonne am Strand liege, dem sanften Säuseln der Wellen lausche und Andreas mich mit einer Fußmassage verwöhnt... Klingt doch durchaus ertragbar, oder? Dachte zu diesem Zeitpunkt nicht daran, dass man sich durch Mückenstiche Malaria einfangen kann... Und schon sind wir in der "wirklichen" Realität, in der Probleme mehr sind als ein kleiner Schönheitsfleck.
Ich frage mich manchmal, warum Ehen und auch andere Beziehungen mit solch einem hohen Schwierigkeitsgrad ausgestattet sind? Man liebt sich doch! Ist Liebe denn nicht genug? Ich meine, es könnte doch alles so einfach sein, wenn... Ja, wenn was eigentlich? Und da fangen die Lügen schon wieder an. Wäre es wirklich besser, wenn der Partner zum Beispiel mehr wie man selbst wäre? Aber wer würde sich schon selbst freiwillig heiraten? Und was, wenn der andere mir tatsächlich etwas schuldig wäre? Ist das daraus resultierende Aufrechnen von Geben und Nehmen wirklich meine Vorstellung von einer erfüllten, glücklichen Beziehung? Also, mir drängt sich da eher der Verdacht auf, dass mein Ego zuviel Freiraum hat und mir falsche Tatsachen vorgaukelt. Wichtig ist, zu wissen, dass es Lügen gibt, die nicht wahrer werden, indem wir sie glauben, und dass eine Beziehung IMMER harte Arbeit verlangt.
Warum also überhaupt noch heiraten? Na ja, ich würde sagen, weil Mückenstiche heilbar sind, Fußmassagen unheimlich gut tun und weil Gott gesagt hat, dass es eine ausgezeichnete Idee ist.

Donnerstag, August 10, 2006

Plädoyer für die Lyrik

Es soll ja angeblich Menschen geben, die keine Gedichte mögen... Hm, wirklich unvorstellbar! Ich persönlich liebe Gedichte. Und zwar aller Art.
Aber ein absoluter Meister der Dichtkunst ist - meiner Meinung nach - Erich Kästner. Denn sein außergewöhnlicher Sinn für Originalität, Zeitkritik, Humor, Ironie und Sarkasmus adelt die Lyrik, wenn auch auf unkonventionelle Weise. Es folgt eines meiner Lieblingsgedichte aus "Doktor Erich Kästners lyrischer Hausapotheke", die vielleicht auch heilbringende Medizin für solch ein haarsträubendes Leiden wie die Lyrikverachtung bietet...

Entwicklung der Menschheit

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur 30. Etage.

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.

Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrig lässt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
das Cäsar Plattfüße hatte.

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet, sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

Erich Kästner

Dienstag, August 08, 2006

Christine & Lena on Tour

Sonntag Abend bekam ich Besuch von meiner Freundin Lena aus Leipzig! Kurz bevor sie ins Referendariat und ich ins Examen starte, wollten wir noch ein paar erholsame Tage miteinander verbingen. Unsere Devise für die 2 1/2 Tage: Ausgiebiges Frühstück, chronisches Relaxen und permanenter Seelenstriptease!
Montag Nachmittag sind wir fröhlich nach Gießen aufgebrochen, um in melancholischen Erinnerungen an unsere gemeinsame Studentenzeit in Gießen zu schwelgen, um endlich mal dem Dachcafé einen Besuch abzustatten und natürlich um über den Seltersweg zu bummeln. Dummerweise kam - wie sollte es anders sein? - mal wieder alles ganz anders:
Als wir von der Autobahn abfuhren, bemerkten wir ein seltsames, unregelmäßiges, lautes Geräusch. Wir dachten zunächst, Verursacher wäre der Bagger, der neben uns an der Ampel stand. Aber der Bagger fuhr weg und das Geräusch blieb! Zu unserem Leidwesen war die Anwesenheit des Geräuschs auch noch vernehmbar, als wir in Richtung Uni abbogen und weit und breit kein anderes Auto zu sehen und - was weitaus fataler war - zu hören war. Leicht beunruhigt parkten Lena und ich auf dem Uniparkplatz, wo wir noch mit einer anderen Freundin, Ivonne, verabredet waren. Doch auch Ivonne hatte den "Ruf", der uns an diesem Nachmittag vorauseilte, bereits vernommen, denn sie empfing uns mit den Worten: "Euer Auto gibt irgendwie merkwürdige Töne von sich!" Na prima! Ich konnte mich der einschüchternden Wahrheit also nicht länger entziehen: Unser treuer Astra hatte sich tatsächlich auf eine engere Beziehung mit dem aufdringlichen, beunruhigenden Geräusch eingelassen! Und was jetzt? Selbst ist die Frau! Also, Motorhaube auf und... Äh, wo war doch gleich der Hebel mit dem man die Motorhaube öffnen kann? Na ja, gut. Lassen wir das! Tatsache ist, dass wir drei Mädels irgendwann "unter der Haube" waren, unsere Nasen über Motor & Co hielten und den Motorraum mit kritischen Blicken inspizierten. Wir entdeckten allerdings nichts außer dem verblüffenden Sachverhalt, dass Frauen und Autos - trotz der konfliktträchtigen Beziehung, die sie miteinander pflegen - etwas gemeinsam haben: Ein kompliziertes Innenleben!
Nachdem wir die Herkunft des Geräusches im Motor geortet hatten, waren wir mit unserem Latein am Ende. Ich hab' also zunächst Andreas und schließlich die ADAC-Pannenhilfe angerufen. Allerdings ließ der gelbe Engel mehr als 60 Minuten auf sich warten. Somit bestand Teil 1 dieses Nachmittags, nicht wie geplant aus einem großen Stück Torte, sondern aus einem Mc Flurry, das wir an der Straße verspeisten, während wir gebannt nach einem gelben Auto Ausschau hielten. Schließlich kam der erwartete Fachmann dann doch und seine Diagnose lautete: Fremdkörper im Motor. Nichts zu machen! *schluck* Ergebnis: Lena und ich gewannen mit sofortiger Wirkung eine gratis Besichtigung der hessischen Provinz: Wir verbrachten die nächsten Stunden in einem Abschleppwagen, der uns und unser Auto von Gießen nach Friedrichshausen transportierte. Welch ein Erlebnis! Die Mathematik unseres Ausflugs ist nahezu überwältigend: 50 Kilometer hin plus 70 Kilometer zurück! Klingt nicht gerade nach der logischen Formel für die kürzeste Strecke zwischen zwei Punkten!
In Friedrichshausen angekommen, konnten wir glücklicherweise das Auto meiner Oma ausleihen und die Strapazen des Tages bei einer Pizza und einer anschließenden gemütlichen DVD-Nacht verarbeiten. Unserem Bummeldefizit haben wir dann heute Morgen in Marburg Genüge geleistet und haben es uns dort richtig gut gehen lassen.
Ende gut, alles gut? Nicht ganz! Denn obwohl der Befund der Autowerkstatt nicht - wie mehrfach vermutet - irreparabler Motorschaden lautet, sondern vermutlich "nur" die Wasserpumpe defekt ist, darf man trotz allem die Ernsthaftigkeit der Lage nicht unterschätzen. Die durchaus berechtigte und besorgniserregende Frage lautet nämlich: Warum passiert so etwas eigentlich immer MIR?
Leben ist das, was passiert,
während du eifrig dabei bist,
andere Pläne zu machen.
(John Lennon)

Samstag, August 05, 2006

Ein psychologisches Studentenschutzprogramm

Ein herzliches Dankeschön an die Psychologie-Fakultät der Justus-Liebig-Universität Gießen! Denn dieser nette, menschenfreundliche Fachbereich verzichtet nahezu gänzlich darauf, Examenskandidaten unnötige Qualen aufzuerlegen (Es sei denn, man betrachtet die Psychologie an sich als eine "unnötige Qual"!).
Das erste Privileg eines präexaminierten Psychologiestudenten besteht darin, dass er sich nicht selbst das Hirn nach geeigneten Prüfungsthemen zermartern muss, da der Fachbereich eine Liste mit verschiedenen Themenvorschlägen entwirft, aus denen dann drei Themen beliebig ausgewählt werden können bzw. sollen. Normalerweise beginnt nach der Themenfindung eine Zeit und Nerven aufreibende Recherche nach tauglicher Literatur, aber - nicht so bei den studentenfreundlichen Psychologen - die Literatur ist für jedes Thema komplett angegeben. Komplett! Absoluter Hammer! Na ja, aber auch diese Bücher und Texte müssen ihren Weg von den verstaubten Bibliotheksregalen zum (meist defekten) Kopierer und zurück finden. Und - was weitaus schlimmer ist - ICH muss zunächst erstmal den Weg zu den Büchern finden. Ich hatte mich also - als ich mich heute Morgen unausgeschlafen und (immer noch!) gernervt auf den Weg nach Gießen machte - bereits auf eine frustrierende Literatursuche quer durch das Labyrinth unseres Bibliothekensystems eingestellt. Aber da hatte ich meine Rechnung wohl ohne unsere fürsorglichen und zuvorkommenden Seelenforscher gemacht: Denn ein treuer Abgesandter der Psychologie-Fakultät hat sich die Mühe gemacht, die gesamte Prüfungsliteratur auf nur EIN Regal zu platzieren. Was für ein Luxus!!! Ich musste also "nur" noch zwei Stunden kopieren (und ca. 189 x umblättern) und schon war die Literaturbeschaffung erfolgreich abgeschlossen und meine Lernunterlagen vollständig. Was für ein Fest! Welch eine Zeitersparnis! Habe direkt im Anschluss an die Rückkehr meiner guten Laune die Psychologen in die Riege meiner 10 liebsten Menschentypen aufgenommen (Es war gerade wieder eine Schublade frei geworden!). Die Frage ist allerdings, warum Psychologen einen so gutherzigen Umgang mit Hochschülern pflegen? Ob diese Eigenschaft für die psychologische Mentalität charakteristisch ist?

Bereits meine erste Begegnung mit der Spezies war in dieser Hinsicht sehr aufschlussreich: In meiner allerersten Vorlesung "Instruktionspsychologie für Lehramtstudierende" wollte ein berühmt berüchtigter Professor uns "Erstis" eine Einweisung in die Anatomie des Campus geben und uns den Weg vom Audimax zu den Gebäuden des Psychologie-Fachbereichs veranschaulichen. Um jedem Missverständnis (oder jedem Irrweg) vorzubeugen, ist unser Studentenliebhaber mit Professur den 500m langen Weg extra mit einer Videokamera abgelaufen. Wirklich sehr freundlich! Besonders interessant wurde der "Film" an der Stelle, wo der Studentenweg eine Autostraße überquert. Aber auch bei dieser schwierigen Herausforderung wurden wir uns nicht selbst überlassen. Denn der geduldige und um unser aller Wohl bemühte Professor betätigte die Pausefunktion und machte uns freundlicher Weise ausgiebig auf die Gefahren des Straßenverkehrs an einem Zebrastreifen aufmerksam. Es ist nur ihm zu verdanken, dass seitdem kein Student an dieser potentiellen Todesfalle überfahren wurde. Ist doch irgendwie rührend, mit welcher Hingabe die Psychologen um das Wohl und die Sicherheit der zukünftigen Lehrer besorgt sind, oder?
Na ja, ich werde mich jedenfalls in der nächsten Woche ausgiebig mit den Themen "Intelligenz" und "Gedächtnis" beschäftigen und hoffe sehr, dass MEINE Intelligenz und MEIN Gedächtnis sich dabei kooperativ zeigen! Und falls nicht: Würde es ein Psychologe über's Herz bringen, einen Studenten durch die Prüfung fallen zu lassen???

Freitag, August 04, 2006

Tage wie dieser - Eine Eintagsdepression

Was ist bloß los?*
Warum ist bei Aldi seit Wochen das Wasser ausverkauft?* Warum sind meine Fenster schon wieder dreckig?* Warum fällt Lernen so schwer?* Warum ist "Müll runter tragen" so langweilig?* Warum muss man sich in Supermärkten in endlos lange Schlangen stellen?* Warum ist die Spülmaschine schon wieder voll und der Tank im Auto leer?* Warum können sich Wissenschaftler nicht deutlich ausdrücken?* Warum hat sich meine Wäsche nicht schon längst selbst gebügelt?* Warum rufen diese Lotterie-Fritzen immer mich an?* Warum ist der (bis eben ungeöffnete) Feta-Käse im Kühlschrank geschimmelt, obwohl seine Haltbarkeit erst in 13 Tagen abläuft?* Warum wird es in unserer Wohnung nicht warm, selbst wenn die Heizung voll aufgedreht ist?* Warum hat ein Tag nur 24 Stunden (Und dieser nicht weniger?*)?* Warum bin ich heute Morgen eigentlich aufgestanden?* Und warum ist überhaupt schon wieder Freitag?* Ahhh... Ich könnt' echt schreien!!! Heute regt mich wirklich (fast) alles und jeder auf. *schnaub* Hab' irgendwie keinen guten Tag. Und das Schlimmste ist: Ich weiß noch nicht mal so genau WARUM!
*Anmerkung: Die Fragen, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind rein rhetorischer Natur! Das bedeutet praktisch, dass keine Antworten erwünscht sind, stattdessen aber eine große Portion Mitleid und Verständnis gerne in Empfang genommen werden! §:-)

Mittwoch, August 02, 2006

Warum Sofas Glückshormone, Sentimentalität und Kaufrausch hervorrufen...

Jippiiiiieee!!! Wir haben eine neue Couch! *freu*jubel*jauchz*
Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein... Ich wünsche mir schon eine ganze Weile ein neues Sofa. Und heute hat es endlich geklappt!
Kurz bevor wir vor vier Jahren geheiratet haben, bekamen wir eine neun Jahre alte Couch, die noch sehr gut in Schuss war, geschenkt. Da unser Geldbudget eher begrenzt war (Das hat sich übrigens bis heute nicht geändert! *grins*) war dieses großzügige Geschenk eine riesige Erleichterung. Schließlich planten wir gerade eine große Hochzeitsfeier, und unsere neue Wohnung benötigte weit mehr als nur eine Sitzgelegenheit zum Rumflegeln. Dieses Sofa hat uns also bis heute treue Dienste geleistet, Farbe und Design konnten sich jedoch nie ganz mit meinem individuellen Stilempfinden arrangieren. Hab' also neulich bei Gott mal angemerkt, dass ich sooo gerne eine neue Couch hätte. Na ja, und vor fünf Tagen erhielt ich einen Anruf von Ändys bestem Freund: "Ich hab' ein Sofa für euch: Vier Jahre alt, wie neu, 500€!" Halleluja! (Danke, Gott, dass du mir sogar zuhörst, wenn ich so unwichtige Wünsche äußere!)
Und heute ist unsere "neue" Couch im Rodenbachweg 4 angekommen! Als unser altes Sofa verladen wurde, überkam mich kurzzeitig eine Welle der Sentimentalität: Erstes eigenes Sofa in der ersten eigenen Wohnung und so... *schluchz* Aber - wie gesagt - das war nur kurzfristig. Denn die "neue" Couch ist wunderschön! Zwar immer noch nicht mein Traumsofa, aber trotzdem ein Traum von einem Sofa!
Schon kurz nachdem es seinen Platz in unserem Wohnzimmer eingenommen hatte, meldete sich mein weibliches Grundbedürfnis nach maximaler Farbabstimmung, denn Teppich, Sofakissen, Gardinen und Tischdecke könnten dahingehend optimiert werden, indem man sie schlichtweg durch neue ersetzt... Allerding wurde dieser Plan durch den vernunftsorientierten Wunsch, nicht pleite zu sein, unterbunden! Also: Eins nach dem anderen.
Das Allerbeste an diesem Tag ist sowieso, dass unsere neue Polstergarnitur und ich noch ein Date haben. ;-)

Wenn ich sitze oder aufstehe, du weißt es.
Wenn ich gehe oder wenn ich ausruhe, du siehst es
und bist mit allem, was ich tue vertraut.
(Psalm 139, 2-3)

Dienstag, August 01, 2006

Picknick statt Panik!

Ach, so hat Gott sich das also gedacht! Ich darf im Sonnenschein picknicken, während andere vom Blitz getroffen werden. Klingt nach einem guten Plan... (Ob die Kuh das auch so sieht?)
Diesen "Cartoon der Woche" finde ich sehr ansprechend. Zwar stand ich heute noch nicht in der Gefahr einem Regenguss hilflos ausgeliefert zu sein, aber ich hatte heute Morgen schon einen netten Dialog, der zunächst erstaunliche Ähnlichkeit mit einem außerordentlich bösen Donnergrollen aufwies...

Christine:
Heute ist schon August!
Panik: Ja! Scharfsinnig beobachtet! Und weißt du, was das bedeutet? Dass die Zeit bis zu deinen ersten Examensprüfungen richtig knapp wird! Ich habe es dir ja gleich gesagt: Das schaffst du nie!
Christine: Und warum nicht? Ich habe doch schon für zwei Prüfungen gelernt!
Panik: Ach, schon für zwei Prüfungen? Oh, entschuldige bitte! Wie konnte ich nur so miese Stimmung verbreiten? Sag' mir doch bitte noch mal kurz, wie viel Lernzeit du für diese zwei Prüfungen verbraucht hast?
Christine: So, na ja... ca. drei Wochen für Soziologie, einen Monat für die Klausurthemen plus die eine Woche, die ich jetzt noch dafür brauche und...
Panik: Ja, sehr einleuchtend. Du brauchst dir wirklich keine Sorgen zu machen! Schließlich hast du noch ganze 4 Wochen Zeit, um dir die 16 Themen für die anderen sechs Prüfungen anzueignen!
Christine: Ähm...
Panik: Die Zeit rennt dir davon, glaub' mir! Du kennst dich doch. Dein Arbeitstempo ist eine Beleidigung für jede Schnecke!
Christine: Aber ich bin doch dafür sehr gründlich.
Panik: Darum wirst du dein Examen wahrscheinlich auch gründlich versauen!
Christine: Ich... ich denke, dass... Also, die Klausuren, die ich bis jetzt an der Uni bewältigen musste, habe ich doch auch immer bestanden? Eigentlich gar nicht mal so schlecht.
Panik: Hallo??? Wir reden hier vom Ersten Staatsexamen! Wen interessieren denn da so ein paar popelige Tests?
Christine: Aber andere haben es doch auch geschafft.
Panik: Die sind ja auch nicht so doof und unterbelichtet wie du! Hast du wirklich jemals geglaubt, du hättest eine Chance? Ich bitte dich! Sei doch nicht so naiv!
Christine: Na ja, ich...
Panik: Was hast du dir überhaupt dabei gedacht, als du dieses lächerliche Studium angefangen hast? Mal ganz ehrlich: Ich seh' echt Schwarz für dich!
Christine: Ja, du hast Recht! Hier ist es ziemlich dunkel.
Jesus: Christine?
Christine: Ja?
Jesus: Zieh' deine Sonnenbrille auf und crem' dich mit Sonnenmilch ein!
Christine: Äh, wie bitte?
Jesus: Ich werde jetzt das Licht anmachen. Ich hab' ganz viel Sonnenschein für dich!
Christine: Oh!
Panik: Ähm, Moment mal bitte, ich... Hilfe, es blitzt! Ahhh... BRUZZEL!!!
Christine: Wow! Es ist richtig schön hell und warm...
Jesus: Christine?
Christine: Ja?
Jesus: Hast du Lust auf ein Picknick?"

Ich will dir Ruhe geben vor allen deinen Feinden!"
spricht der Herr.
(2. Samuel 7, 11)