Das Herz im Spiegel

Dienstag, Oktober 31, 2006

Rum - rummer - am rummsten

Was für ein Tag!!! Lang ersehnt, und dann doch völlig merkwürdig, skurril, surreal...

Der 31. Oktober 2006 - ein Tag...

  • an dem sich herausstellt, dass es nützlich sein kann, das griechische Wort für "Gedärme" zu kennen.
  • an dem mich trotz Reliprüfung niemand zum Reformationstag (Luther und der Thesenanschlag), zu Zachhäus (praktizierte Rechfertigungslehre) oder zu meinem zweiten Thema (Elementare Bibeltexte) befragt hat, obwohl ich mir die Antworten sooo schön zurecht gelegt hatte.
  • an dem mir mein Schwiegervater die schönsten Blumen schenkt, die ich je (von einem Mann) bekommen habe
  • an dem Andreas eine Karte erhält, in dem sich meine Eltern dafür bedanken, dass er die letzte Monate mit mir durchgestanden hat.
  • an dem ich verstehen soll, dass das, was mich seit 1 1/2 Jahren bedrückt, endlich ausgestanden und vorbei ist.
  • an dem überschwängliche Glückstrunkenheit, überwältigende Müdigkeit, pochende Kopfschmerzen und totales Noch-nicht-Begreifen-können beharrlich um ihre Daseinsberechtigung kämpfen.
  • an dem sich das Kapitel "Studentenzeit" schließt und die lang ersehnte "Golden-November-Time" endlich anbricht (Na ja, okay! Fast!)!
  • an dem mir, obwohl dieser Tag total überwältigend ist, es noch soviel zu sagen und zu erzählen gibt, nichts Besseres als diese merkwürdige Auflistung einfällt ;-)


Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte: "Du sollst ein rosaroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind." (Astrid Lindgren in"Ferien auf Saltkrokan")

Freitag, Oktober 27, 2006

Kinderlogik II - Wenn Kinder Sachaufgaben rechnen...

... ist es nicht immer richtig, aber mitunter richtig witzig!

Aufgabe:

Auf einem Schiff sind der 47jährige Hirte, seine Herde mit 150 Schafen und seine 3 Hunde. Während eines starken Sturmes fallen leider 5 Schafe ins Wasser. Wie alt ist der Schafhirte?

Rechenmaschine


Rechnung: 150 - 47 - 3 - 5 = 95

Simon:
So alt ist doch kein Hirte, 95!
Philip: Doch, meine Urgroßmutter ist 87 geworden.
Simon: Meine ist 90 geworden.
Philip: Eben, und der ist halt 95. Ein guter Mann, echt sportlich und gut drauf!

Caroline: Ich glaube einfach, dass wir alles von 150 abziehen müssen, weil ich glaube nicht, dass er 100 Jahr alt ist oder 90, weil er ja schon 47 war. Und so lange dauert doch kein Sturm! Also, ich rechne jetzt von allem minus. Und das stimmt jetzt gefälligst... Halt! Wir müssen zuerst alles zusammenrechnen, 47 und 3 und 5, weil wir können ja nicht so mit minus rechenen, das muss zuerst zusammengezählt werden.
Lena: Caro, warte mal. Jetzt versteh ich gar nichts mehr.
Caroline: Wir müssen die 47, die 3 und die 5 erst alle zusammenzählen, damit wir es von 150 abziehen können.
Lena: Ja genau, das ist besser, aber wir müssen erst noch die 5 Schafe abrechnen, weil die sind doch über Bord gefallen.
Caroline: Die ziehen wir doch schon von den 150 Schafen ab.
Lena: Wir müssen die 5 Schafe doch abziehen, es stimmt nicht, weil die sind runtergefallen. Die darf man doch nicht dazu zählen.
Caroline: Du, ich glaube, wir müssen die 5 Schafe einfach zu seinen Lebensjahren dazuzählen...
Lena: Nein, auf keinen Fall, die sind doch über Bord! Die sind doch futsch, verstehst du?
Caroline: Ein Jahr - ein Schaf! Verstehst du? Er hat sich für jedes Lebensjahr ein Schaf gekauft, dann weiß er immer, wie alt er ist. - Aber so lange dauert doch kein Sturm? 5 Jahre!

Und wer ist an all dem Schuld? Natürlich die Lehrer und der schlechte Mathematikunterricht (Und das ist gar nicht mehr witzig!)!!!

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Einjähriges Jubiläum einer längst überfälligen Erkenntnis

Meinem Gott zur Ehre und für mich selbst zur Erinnerung an Gottes Größe.
Damit ich nie wieder vergesse,
dass Gott ganz anders handelt, als ich von ihm erwarte.
Nicht meine Gedanken und Gefühle bestimmen die Wirklichkeit,
sondern der, der selbst die Wahrheit ist.

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Was wirst du tun, Gott?

Wirst du mich anschweigen, wenn ich zu dir schreie,
weil ich dich oft links liegen lasse, wenn du mich rufst?

Wirst du mir eins auswischen, wenn ich machtlos bin,
weil es die Gelegenheit ist, mich Demut zu lehren?

Wirst du mich verwerfen, wenn ich versage,
damit ich begreife, dass ich niemals genüge?

Wirst du mir Schmerzen zufügen, wenn ich am Boden liege,
weil du sonst die Prügel einsteckst, die ich verdiene?

Wirst du mich allein lassen, wenn ich auf dich warte,
damit ich mal begreife, wie es ist verschmäht zu sein?

Wirst du mich bestrafen, wenn ich schuldig bin,
weil ich auch mal spüren soll, wie sich mein Kreuz anfühlt?


Was wirst du tun, Gott?

Wirst du meine Sorgen tragen, wenn sie mich erdrücken,
obwohl ich sie mühevoll festhalte?

Wirst du mich trösten, wenn ich verzweifelt bin
auch wenn ich dir dein Herz oft breche?

Wirst du mir vergeben, wenn ich dich darum bitte,
obwohl ich wieder sündigen werde?

Wirst du mich hören, wenn ich bete,
auch wenn ich kaum zu hoffen wage, dass es was bewirkt?

Wirst du mich stützen, wenn ich schwach bin,
obwohl ich sonst nur den eignen Fähigkeiten vertraue?

Wirst du mich lieben, wenn ich vor dich trete,
auch wenn ich mich selbst mehr liebe als dich?

Wirst du alles gut machen, wenn ich mich dir überlasse,
obwohl ich dir unterstelle, es nicht gut mit mir zu meinen?

Wirst du mich aufrichten, wenn ich am Ende bin,
weil ich ohne dich gar nichts bin?

Wirst du mein Heil sein,
obwohl ich dein Tod bin?


Was wird er tun?

Wie gut,
dass Gott nicht auf mich angewiesen ist,
nicht auf mein Vertrauen, meine Liebe und meinen Gehorsam,
nicht darauf, was ich über ihn denke.
Sein Handeln und Eingreifen hängt nicht von mir ab.

Gott ist nicht berechenbar, dennoch lässt er mit sich rechnen.

Wie gut, dass Gott Gott ist,
so barmherzig, treu und gerecht,
so anders als ich.

Er hatte die Wahl, mich zu verlassen,
doch er ließ sich lieber festnageln.

Gott ist von gar nichts abhängig.
Aber er hängt an mir.
Wie gut!



Wir werden vor ihm unser Herz
zur Ruhe bringen (= von Furcht und Zweifel befreien),
dass wenn das Herz uns verurteilt,
Gott größer ist als unser Herz und alles kennt.
(1.Johannes 3, 19-20)

Montag, Oktober 16, 2006

Platzmangel & Platzgefahr


Ich hab' keinen Platz mehr in meinem Kopf für all die abstrakten Begriffe, Aufzählungen und Zusammenhänge. Wahhh... Illokutionsindikatoren, Rezeptionsästhetik, Textkohärenz, Zeichentypologie, Reflexivitätsebenen, strukturelle Mehr-mehrdeutigkeit, impliziter Leser, Alliteration, Enjambements ... Hab' das Gefühl, dass mir gleich der Kopf platzt (oder zumindest, dass eine überdimensional große Birne auf meinen Schultern thront!)... Noch vier Stunden bis zur nächsten Prüfung... noch 26 Stunden bis zur wichtigsten und umfangreichsten Prüfung überhaupt... und ich könnt' PLATZEN!...

Samstag, Oktober 07, 2006

Was zuerst ein Nilpferd und dann mich zum Lachen brachte...

Die Feder

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Ein Federchen flog über Land;
Ein Nilpferd schlummerte im Sand.

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Die Feder sprach: Ich will es wecken";
Sie liebte, andere zu necken.

Aufs Nilpferd setzte sich
die Feder
und streichelte sein dickes Leder.

Das Nilpferd öffnete den Rachen
und musste ungeheuer lachen.

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Joachim Ringelnatz

Dienstag, Oktober 03, 2006

Himmlisches Happy-End?

Himmel! Heaven! Klingt ja ganz nett, aber irgendwie auch so furchtbar langweilig! Wird man da wirklich als übergewichtiger, pausbackiger Engel auf kuschligen Wolken zu Petrus schweben und sich mit einem seligen Lächeln nach dem Wetter erkundigen, während man vergnügt mit den Stummelflügeln flattert und sich den Heiligenschein zurechtrückt? Ganz sicher nicht!!!
Der Himmel muss schon ein wahnsinns Ort sein! "Goldene Straßen" klingt doch an sich schon mal akzeptabel... Aber mir fällt es trotzdem so schwer, mich sehnsüchtig nach dem Himmel auszustrecken. Immer wieder! Hier ist es doch eigentlich auch ganz schön... Und es gibt doch noch so viel, was man erleben will... Ich meine, wenn ich erst mal 80 bin, dann sieht das natürlich schon wieder ganz anders aus... Wie egoistisch!
Wünschte, ich hätte in diesem Punkt mehr Reife. Könnte mehr loslassen! Mehr vertrauen, dass von Gott nur das Beste kommt! Ich will ganz fest daran glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, eine Ewigkeit! Ich will glauben, dass es dort unvorstellbar sein wird. So unfassbar guttuend, dass es kein Wort vermag, den Himmel auch nur annähernd widerzuspiegeln. Aber... Es fällt mir so schwer...
Herr, öffne mir die Augen für deine Wirklichkeit!

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Sich den Himmel vorzustellen,
ist, als ob man versucht,
eine neue Farbe zu erfinden!
(Andreas)

Was kein Auge jemals sah,
was kein Ohr jemals gehört hat,
und was sich kein Mensch vorstellen kann,
das hält Gott für die bereit, die ihn lieben
(Paulus)

Wenn wir in uns selbst ein Bedürfnis entdecken,
das durch nichts in dieser Welt gestillt werden kann,
dann können wir daraus schließen,
dass wir für eine andere Welt erschaffen worden sind.
(C. S. Lewis)

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Montag, Oktober 02, 2006

Etappensieg

Hab' heute in Soziologie eine "1" abgesahnt!!! *freudensprung*
Bin unheimlich glücklich und dankbar! Das heutige Rendezvous mit meinen Lernunterlagen habe ich abgesagt, und stattdessen eine kleine Verschnaufpause eingeladen.
Fühl mich ein bisschen vom Optimismus gekitzelt! Bald... bald ist es geschafft! Nur noch 5 Prüfungen... Nur noch 29 Tage... Vielleicht geht ja doch alles gut!

Sonntag, Oktober 01, 2006

Gefühlschaos

Und plötzlich ist es schon 22:37 Uhr! *schluck* In 12 Stunden liegt schon wieder eine Prüfung hinter mir! Hilfe!!!! Ich hab' das Gefühl, dass ich noch einen Tag brauche, um mir all die Dinge merken zu können, die mir morgen mühelos von den Lippen kommen müssen. Ich werde doch morgen nur rumstottern...
Es ist scheinbar jedes Mal das Gleiche: Jedesmal denke ich unmittelbar vorher, dass ich nichts mehr weiß und dass ich völlig durcheinander bin, dass die bevorstehende Prüfung die aller schlimmste sein wird ...
Ich bin regungslos vor Aufregung! Total kribbelig. Unterschwellig lauert Panik. Und irgendwo kämpft sich merkwürdigerweise diese wahnsinns Vorfreude durch, bald wieder etwas hinter mir zu haben. Eine seltsame Mischung aus Anspannung und Gespanntsein, Vorfreude auf die Herausforderung, endlich testen zu können, ob man gut gelernt hat. Und dann dieses zermarternde Beklemmungsgefühl...
Hm... ob ich wohl doch langsam verrückt werde???